Reisen in Argentinien/Chile/Uruguay 2007-2010 Fortbildung in Ecuador Deutschland mit dem Rad umrundet

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"Mi Buenos Aires querido"

Obelisk

Der Obelisk 2007 argentinisch-deutsch verhüllt ...

Obelisco


... und in der "grünen Woche " kurz vor Weihnachten 2016


Die Ankunft in der argentinischen Hauptstadt ist "regreso a casa", gewissermaßen Heimkehr. Schnell erwachen die Erinnerungen an unsere Zeit hier 2007-2010 >> zur lebendigen Gegenwart.

Hier müssen wir deshalb nichts besichtigen und nichts fotografieren. Wir können uns treiben lassen und unsere Aufmerksamkeit auf Veränderungen und neue Entwicklungen lenken. Zahlreiche Freundschaften und Bekanntschaften werden aufgefrischt und belebt.

Erneut umwerfend ist die charmante Freundlichkeit der "Porteños". Das Italienische an ihrer Lebensart sprießt aus jeder Ader: große Geste, kommunikativ: viel und laut redend, selbstüberzeugt, theatralisch. Diese Lebensart zieht uns sofort wieder in ihren Bann.

Verbessert hat sich einiges, z.B. gibt es im ÖPNV endlich eine elektronische Karte für alle Verkehrsmittel ("SUBE"); früher musste man mühsam die Münzen horten, damit man beim Busschaffner bezahlen kann. Münzen? Die gibt es kaum noch. Die Hyperinflation hat sie hinweggefegt.

Wir sind über das Preisniveau geschockt! In Pesos gerechnet haben sich diverse Artikel seit 2007 verzehnt- bis verdreißigfacht. Selbst wenn man die Wechselkursveränderung einbezieht (ein ARS ist heute nur noch 0,06 EUR wert!) haben sich die Lebenshaltungkosten im Vergleich zu 2007 verfünffacht! Für den Preis einer Tüte Lebensmittel bekommt man bei ALDI einen ganzen Wagen voll!
Zwar gibt es jetzt einen 500 Peso-Schein, die Situation an den Geldautomaten ist aber deprimierend: Statt 4.000 ARS wie 2007 kann man nur noch 2.000 ARS (ca. 123 EUR) am Automaten ziehen und zahlt jedesmal eine Gebühr von ca. 6 EUR.

Die Argentinier leben davon unbeeindruckt. Diese Situation kennzeichnet ihr Leben seit Generationen. Krise in Europa? Da lachen sie nur. Krise gehört für die Argentinier dazu wie die Luft zum Atmen.

Entwicklung 2018/19: Die Fortschritte in der Infrastruktur sind weiterhin beeindruckend: Busspuren, Disziplin der Verkehrsteilnehmer, Sauberkeit in den Straßen, wie ich mir das 2007 niemals hätte träumen lassen. Die Carteneros sind jetzt staatlich organisiert und unterstützt. Ampeljongleure und selbsternannte Parkplatzeinweiser (Toalleros) sind fast vollständig aus dem Straßenbild verschwunden. Straßenverkäufer seltener geworden. Natürlich sehen Barios wie Once ganz anders aus als etwas "unser" Palermo oder Belgrano. In vielen Gesprächen wird deutlich, dass unter den peronistischen Kirchners viele Projekte der Stadtregierung ("PRO") blockiert wurden. Jetzt arbeiten die macristische Stadtregierung und die Nationalregierung zusammen - zum Nutzen der Hauptstadt. Kritiker in der Provinz bemängeln, dass "alles Geld nach Buenos Aires fließ".

Der Währungverfall hält dramatisch an:
2007: 1 EUR = 4,00 ARS

2010: 1 EUR = 5,50 ARS

2016: 1 EUR = 16 ARS

Dez. 2018: 1 EUR - 42 ARS

03/2019: 1 EUR = 46 ARS

Das führt dazu, dass trotz galoppierender Inflation für uns Ausländer der Währungsvorteil überwiegt, so dass das Land 2018 für uns deutlich preisgünstiger war als 2016. Die Münzen sind inzwischen vollständig verschwunden. Geldbeschaffung an den Automaten und Akzeptanz der Kreditkarten sind nach wie vor katastrophal. Immer mehr ist Argentinien zum "Efectivo-Land" geworden.

Wiederbegegnungen

Nane

mit meiner Ex-Alumna Nane

Ezeq

mit Heides Ex-GI-Schüler Ezequiel
x

Barakat

x Ezequiel ist Diplomat im Arg. Außenministerium mit Auslandsstationen in Mexiko, Türkei, Venezuela; er hat als Künstler bedeutende Ausstellungen bestückt.

mit Heides früherer Spanischlehrerin Margot

... und deren Nichte Silvia

mit Irmi und Wolfgang T. im "Odisea"

Carlos

mit dem Portero unserer damaligen Wohnung Carlos

mit der Ex-Chefa de Carrera am LLVV Silvia R. und mit meiner Nach-Nach-Nach-Nachfolgerin Katja I.

mit Ex-Alumnas Cynthia und Nane
im "juana m"


Veränderungen

Bei einem Spaziergang durch "unser" Belgrano fallen zahlreiche Veränderungen zum Besseren auf.

China

Barrio Chino nun stark belebte Fußgängerzone

Tren

Neue Züge auf der Tigre-Linie

1732

Freie Parkplätze vor unserem Haus; keine "Toalleros" mehr

Kunst am Bau und Bike-Ports

Muell

Für Cartoneros wird die Arbeit leichter: weniger Dreck auf den Straßen1

Muell

Mülltrennung: nass und "wiederverwertbar"1
vgl. 2007 >>

familiäre Stimmung in den Barancas

 

Baranvas

Der ehemalige Hundescheißplatz heute eine gepflegte Liegewiese;
Plastiktüten jetzt gegen Gebühr;
im Hintergrund unser Haus

1 Da war ich zu Beginn doch etwas zu naiv: Jetzt zerren die Cartoneros die Müllbeutel aus den Containern und reißen die Plastikbeutel auf:

Basura

Watson

Restaurant Watson an der Catedrale wie eh

Die Busse haben nun auf den großen Avenidas eine eigene Busspur.

brociar

wie immer: jede Gelegenheit wird zum Sonnenbad genutzt.

 
 

Kultur
 

Konzert

In der Glorietta Frei-Konzert (Noche de la música) des Synfonieorchesters der Stadt >>

Colon

Nach jahrelanger Bau(stillstand)Zeit ist das Teatro Colón endlich wieder eröffnet. Wir besuchen Konzert Nr. 14 und einen Auftritt von G. Depardieu

Cárcova

"Ohne Brot und Arbeit" Ausstellung im MNBA zum 150. Geb. v. Ernesto de la Cárcova

McCurry

Steve McCurry, dem wir schon in Palma de Mallorca begegnet sind, stellt seine Foto-Portraits im Centro Cultural Borges aus.

(Argen)Tina

“Tina, el rumor de una nación” . Das Musical wird in Tucumán gezeigt und erzählt zum "Bicentenario" die Geschichte der Unabhängigkeit Argentiniens zwischen 1810 u. 1816

Ateneo

Vielleicht ist das Ateneo in der Santa Fe die schönste Buchhandlung der Welt - in einem ehemaligen Theater untergebracht.

Pasión de Tango

Im CCB gibt es - wie damals - diverse Tango-Shows, z.B. Pasión de Tango


© 2016-2019 Michael Seeger, Letzte Aktualisierung 15.03.2019  mail an autor